Agroforst mit schnellwachsenden Baumarten – 80 % Förderung für Ihren Betrieb in Niedersachsen

Schnellwachsende Baumarten verbessern Mikroklima, schützen Böden und Tiere – und liefern in wenigen Jahren zusätzliches Einkommen durch Holzverkauf. Lignovis begleitet Sie kostenlos von der ersten Idee bis zum bewilligten Förderantrag.

Niedersachsen · Investitionsförderung

Investitionsförderung Agroforst – Niedersachsen

Aktive Landwirte in Niedersachsen können bis zu 80 % der förderfähigen Investitionskosten als Zuschuss erhalten

80 %
Investitionszuschuss
auf förderfähige Nettokosten
5.271 €
Max. förderfähig
je ha Gehölzstreifen
300.000 €
Max. Zuschuss
pro Betrieb
600 €
ÖR3 jährlich
je ha Gehölzfläche
Hühner im Agroforstsystem Bauckhof
Pappelreihe im Abendlicht
Getreideernte Hof Schierholz
Agroforst Varianten

Bäume und Landwirtschaft – drei Ansätze im Überblick

Agroforstsysteme kombinieren Gehölze mit landwirtschaftlicher Nutzung auf derselben Fläche. Je nach Zielsetzung, Betriebsstruktur und verfügbaren Ressourcen gibt es unterschiedliche Ansätze – alle mit klaren Stärken und Anforderungen.

Wertholz, Frucht & Nuss

Vogelkirsche, Apfel, Walnuss, Esskastanie, Schwarznuss. Hohes Erlöspotenzial, aber hoher Planungsaufwand, spezifisches Fachwissen, aufwändige Schutzmaßnahmen, oft Bewässerungsbedarf.

Wartezeit bis zu ersten Erträgen: 5–50 Jahre.

Hohe Diversität – verschiedene Baumart-Kombinationen möglich

Chancen in der Direktvermarktung (Obst, Nüsse, Edelholz)

Gut kombinierbar mit Pappeln als Pionier- und Schutzgehölz

Kurzumtrieb Pappel/Weide

Energieholz in kurzen Zyklen (3–5 Jahre). Geeignet für Standorte, die im Winter maschinell befahrbar sind, und für größere Projekte mit entsprechender Erntetechnik.

Eingeschränkte Ökosystem-Effekte durch geringe Wuchshöhe im Bestand.

Schnelle Holzerträge bereits nach 3–5 Jahren

Jährliche Holzzuwächse von 8–15 t Trockenmasse

Bewährt bei großflächigen Energieholz-Projekten

♻ Keine Neupflanzung bei Ernte bis zu 4-jährigen Zyklen (ca. 10 cm Stammdurchmesser) – Regeneration aus Wurzelstubben

Pappeln als Stammholz

Hochstämmige Pappeln – robust, schnellwachsend, anpassungsfähig auf den meisten Standorten. Kein Bewässerungsbedarf, geringe Schutzkosten.

Ökosystem-Effekte (Wind-/Erosionsschutz, Mikroklima) bereits nach 3 Jahren spürbar

Jährliche Holzzuwächse von 8–20 t Trockenmasse

Sägefähiges Stammholz nach 12–20 Jahren

Stockausschlag nach Ernte – kein Neuanbau erforderlich

Über 10 Sorten für unterschiedliche Standorte und Nutzungsziele (Holzwerkstoffe, energetisch, Futterlaub)

♻ Keine Neupflanzung erforderlich bei Ernte bis zu 8-jährigen Zyklen (ca. 30 cm Stammdurchmesser) – natürlicher Stockausschlag aus den Wurzelstubben

Vielfältige Pappelholznutzung – von Energie- bis Wertholz

Das geerntete Pappelholz findet je nach Qualität und Umtriebszeitraum verschiedene Verwendungen: Energetische Nutzung (Hackschnitzel, Wärme- und Stromerzeugung) ist ab dem ersten Umtrieb möglich. Die Holzwerkstoffindustrie nimmt Pappelholz als wertvoller Rohstoff für OSB-Platten und Spanplatten ab. Bei entsprechender Pflege und selektiver Durchforstung können zudem Sägeholz und hochwertiges Schälfurnier (Sperrholz) erzeugt werden – mit entsprechend höheren Erlösen je Festmeter.

Einordnung & Orientierung

Welche Variante passt zu Ihrem Betrieb?

Alle drei Varianten haben ihre Berechtigung – je nach Betriebsstruktur, verfügbarer Arbeitskapazität und langfristiger Strategie.

Wertholz / Frucht & Nuss – was Sie wissen sollten

Spezifisches Fachwissen erforderlich: Sortenwahl, Baumschnitt, Kulturpflege

Höhere Anlagekosten, aufwändigere Schutzmaßnahmen (Verbiss, Mäuse)

Bewässerung oft notwendig – besonders in der Anwachsphase

Lange Zeiträume bis zu Ersterträgen (10–40 Jahre je nach Baumart)

Lohnt sich besonders bei vorhandenem Fachwissen und Direktvermarktungsstrukturen

Pappeln als Stammholz – schneller Einstieg

Einfach in Planung und Umsetzung – auch ohne Vorkenntnisse realisierbar

Günstige Anlagekosten, keine Bewässerung, robuste Entwicklung

Erste spürbare Ökosystem-Effekte nach ca. 3 Jahren

Erste Holzerlöse bereits nach 8 Jahren möglich

Wertholz und Frucht & Nuss können jederzeit integriert oder ergänzt werden

Kombisysteme: Pappeln und Wertholz ergänzen sich hervorragend

Wertholz- und Frucht & Nuss-Bäume lassen sich gut in Pappelsysteme integrieren oder zu einem späteren Zeitpunkt ergänzen. Die Pappeln schaffen in den ersten Jahren ein verbessertes Mikroklima und schützen empfindlichere Baumarten als Windpuffer.

Höhere Flächenerträge durch Mikroklima-Effekte möglich

Kühleres Mikroklima und verringerte Evapotranspiration durch niedrigere Windgeschwindigkeiten steigern die Ertragssicherheit, insbesondere in Trockenjahren. Studien zeigen, dass Ackerkulturen zwischen Baumstreifen in Trockenjahren signifikant bessere Ergebnisse erzielen.

Was Sie gewinnen

Konkrete Vorteile für Ihren Betrieb

Wind- & Erosionsschutz

Pappelreihen reduzieren Windgeschwindigkeiten und schützen Böden und Kulturen

Höhere Flächenerträge

Kühleres Mikroklima und verringerte Evapotranspiration steigern Acker- und Grünlanderträge, besonders in Trockenjahren

Tierwohl

Schatten, Strukturen und Futterlaub für Geflügel-Ausläufe und Weidetiere

Zusatzeinkommen

Holzverkauf (Holzwerkstoffe, energetisch, Futterlaub) bei steigendem Marktbedarf – ab Jahr 8

Niedersachsen · Investitionsförderung

Wie viel Förderung kann ich erwarten?

Berechnen Sie eine erste Schätzung – Lignovis erstellt Ihnen dann ein genaues Anbaukonzept mit konkreten Zahlen.

Förderrechner (Schätzung)

5.271 €/ha Gehölzstreifen entsprechen 100 % der förderfähigen Investitionskosten – der Zuschuss deckt 80 % davon ab.

Fläche gesamt (ha)20 ha
Anteil Gehölzstreifen (%)15 %
Einmalige Förderung (80 %)
ÖR3 jährlich (ab 2026)
Gehölzstreifen (ha)
Schätzung ohne Gewähr · Max. 5.271 €/ha · Max. 300.000 € pro Betrieb · ÖR3 ab 2026

So läuft der Prozess

Anträge laufen über die Landwirtschaftskammer Niedersachsen – im Windhundverfahren, solange Haushaltsmittel verfügbar.

1

Planung & Konzept

Lignovis erstellt Ihr kostenloses Anbaukonzept auf Basis Ihrer Flächen

2

Antragstellung LWK

Antrag vor Investitionsbeginn bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen

3

Bewilligung abwarten

Erst nach Bewilligung (oder Zustimmung zum vorzeitigen Beginn) pflanzen

4

Pflanzung & Auszahlung

Nach Umsetzung und Vorlage der Rechnungen Auszahlung des Zuschusses

Bundesweite Jahresförderung

ÖR3 – zusätzlich 600 €/ha jährlich (ab 2026)

Wer ein Agroforstsystem betreibt, kann über die Öko-Regelung Nr. 3 (ÖR3) jährliche Zahlungen von 600 € je ha Gehölzfläche beantragen – zusätzlich zur einmaligen Investitionsförderung. Die ÖR3 gilt bundesweit und läuft über den regulären Agrarantrag (1. Säule).

💡 Investitionsförderung (80 % einmalig) und ÖR3 (600 €/ha jährlich) sind kombinierbar – maximale Förderausschöpfung möglich.

Häufige Fragen

Was Landwirte uns am häufigsten fragen

Kann ich die Fläche zwischen den Baumstreifen weiter normal bewirtschaften?
Ja – die Acker- oder Grünlandfläche zwischen den Baumstreifen bleibt vollständig nutzbar und fließt in Ihre Direktzahlungen ein. Die Baumstreifen müssen zwischen 2 % und 40 % der Schlagfläche einnehmen.
Werden die Baumstreifen zu Wald oder zu Landschaftselementen?
Nein. Agroforstsysteme sind nach GAPDZV § 4 Abs. 2 explizit als landwirtschaftliche Flächen definiert. Die Baumstreifen gelten weder als Wald noch als Landschaftselement – die Fläche bleibt beihilfefähige landwirtschaftliche Fläche.
Was passiert nach der Ernte – muss ich neu pflanzen?
Nein. Pappeln treiben nach der Ernte aus den Wurzelstubben wieder aus, wenn diese innerhalb von 6–10 Jahren erfolgt – kein Neuanbau erforderlich. Alternativ kann selektiv durchforstet werden, sodass die besten Bäume zu sägefähigem Stammholz heranwachsen.
Wer erntet das Holz – und wem gehört es?
Das Holz gehört Ihnen. Lignovis kann die Holzvermarktung koordinieren oder Sie an regionale Abnehmer vermitteln. Im Rahmen der ÖR3-Förderung sind Erntemaßnahmen nur in den Monaten Januar, Februar und Dezember zulässig.
Was passiert nach der Förderperiode?
Die Bäume bleiben Ihr Kapital. Nach Ablauf der Bindungsfristen können Sie das Holz ernten und dank Stockausschlag mit minimalem Aufwand in den nächsten Umtrieb einsteigen.
Welche Pappelsorte ist für meinen Standort geeignet?
Lignovis bietet über 10 Pappelsorten an – für unterschiedliche Böden, Wasserverhältnisse, Klimaregionen und Nutzungsziele. Nach einer kurzen Standortanalyse empfehlen wir die passenden Sorten für Ihren Standort.
Referenzstandorte in Niedersachsen

Lignovis-Projektbeispiele

Diepholz

Ackerbau & Legehennenhaltung, 30 ha

6 ha Hühnerausläufe mit Pappelstreifen – Mikroklima deutlich verbessert, Tierwohl und Legeleistung auf Top-Niveau. 24 ha Alley-Cropping mit rund 5.000 schnellwachsenden Pappeln.

Hannover

Legehennenhaltung Bio-Freiland & Freiland konv.

7 ha Hühnerausläufe mit schnellwachsenden Pappeln zur Mikroklima- und Tierwohlsteigerung.

Rotenburg (Wümme)

Ackerbau & Wärmenetz, 42 ha

Alley-Cropping mit 25 % Gehölzfläche und knapp 25.000 schnellwachsenden Pappeln. Fokus auf Energieholzerzeugung für ein eigenes Wärmenetz.

Einblicke & Praxis

Sehen Sie Agroforstsysteme in der Praxis

Unser Team

Lignovis – Experten für Agroforst & Holzanbau

Unser interdisziplinäres Team verbindet Agrarwissenschaft, Forstwirtschaft und Projektmanagement. Gemeinsam haben wir über 100 Agroforst-Projekte mit Landwirten umgesetzt und mehr als 30 Millionen Bäume gepflanzt. Unsere Experten für Niedersachsen:

Michael Weitz

Michael Weitz

Inhaber & Geschäftsführer
Dipl.-Ing. Agrarwirtschaft
20 Jahre Erfahrung in Holzanbau & Agroforst
Ken Dohrmann

Ken Dohrmann

Projektmanager Agroforst
M.Sc. Agrarwissenschaften
Beratung Agrarholz & Agroforst
Rohstoffversorgungskonzepte
Eric Baldermann

Eric Baldermann

Projektmanager Agroforst
M.Sc. Sustainable Int. Agriculture
B.Sc. Agrarwissenschaften
DeFAF Agroforst Akademie
Philipp Paeslack

Philipp Paeslack

Spezialist Nuss & Frucht-Systeme
M.Sc. Integrated Natural Resource Management
Seit 2020 in der Agroforst-Beratung
Galerie

Agroforst in der Praxis – Eindrücke aus dem Feld

Bilder aus unseren Projekten in Niedersachsen und ganz Deutschland – von der Pflanzung bis zum gewachsenen System.

Pappeln & Ackerbau – Lüneburg
Legehennen unter Pappeln – Hof Schierholz
Hühner und Rinder im Agroforstsystem
Pappeln als Stammholz – Allee
Pappel-Ernte im Winter mit Harvester
3–5-jährige Pappeln neben Getreide – Biohof Garvsmühlen
Junge Pappeln, 1. Jahr
Vorher / Nachher – Bauckhof Niedersachsen
Alley-Cropping aus der Luft – Getreideernte zwischen Baumstreifen
Kostenloser Einstieg

Jetzt unverbindlich anfragen

Senden Sie uns Ihre Kontakt- und Flächendaten – Bei Pappelsystemen erstellen wir kostenlos ein Anbaukonzept und begleiten Sie beim Förderantrag. Bei komplexeren Systemen (Wertholz, Frucht & Nuss) können Planungskosten ebenfalls zu 80 % über die Investitionsförderung gefördert werden.

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Kein Spam. Keine Weitergabe an Dritte. Erstberatung und Grobplanung immer kostenlos.

Förderung läuft im Windhundverfahren – früh anfragen lohnt sich

Haushaltsmittel sind begrenzt. Sichern Sie sich Ihre Förderung, solange Kontingente verfügbar sind.

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Weitere Informationen

Weiterführende Informationen zu Agroforstsystemen, Förderung und Forschung:

DeFAF – Deutscher Fachverband für Agroforstwirtschaft
DeFAF – Deutscher Fachverband für Agroforstwirtschaft
Bundesweite Interessenvertretung für Agroforstwirtschaft. Informationen, Praxisleitfäden und Veranstaltungen rund um Agroforst in Deutschland.
agroforst-info.de →
BMLEH
Bundesministerium
Landwirtschaft &
Ernährung
BMLEH – Agroforst auf Bundesebene
Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung: Informationen zu Agroforst als Teil der GAP-Reform, Förderrahmen und Forschungsprogramme.
bmleh.de/agroforst →
LWK
Niedersachsen
Landwirtschaftskammer Niedersachsen
Bewilligungsstelle für die Agroforst-Förderung in Niedersachsen: Details zu Antragstellung, Voraussetzungen und Fristen der AFS-Förderung.
agrarfoerderung-niedersachsen.de →
ML
Niedersachsen
Nds. Ministerium für Landwirtschaft
Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz: Pressemitteilung zum Start der Fördermittel für neue Agroforstsysteme.
ml.niedersachsen.de →